Presse
Andrzej Panufnik Trio mit reifer Leistung
(...) Scheinbar mühelos fühlten sich die Musiker im Dvoraks "Dumky-Trio" ein und entfachten bei der Interpretation der sechs balladenartigen Gesänge mit den typischen Wechseln aus langsamer Melancholie und schneller Ausgelassenheit ein Feuerwerk der Temponuancen. Das Tänzerische, Folkloristische, die Dramatik und bittersüße Trauer der Sätze verbanden die beiden Streicher mit musikalischen Elan und prägnantem Zusammenspiel. Artur Pacewicz ergänzte die Farbklangvariationen punktgenau. Die drei Musiker spielten auf Augenhöhe und erzeugten ein homogenes Klangbild.
(...) Im Largo des Beethovens "Geister-Trio" traten Cello und Geige in einen spannungsreichen Dialog, begleitet von glasklaren Klaviertremoli. Mit cremigen Vibrato, Pizzicato und abgedämpften Tönen wurde eine schier unheimliche Stimmung erzeugt, die sich im letzten Satz, dem Presto, in Leichtigkeit wieder auflöste.
Sybille Heine; HAZ, 21.02.2012
Intime Atmosphäre zwischen Musik und Zuhörerschaft
Ein sehr intensives Musikerlebnis schenkte das „Andrzej Panufnik Trio“ den Besuchern der Rathaus Klassik im Historischen Rathaus Höxter. (...) Die perfekte Harmonie der Musiker ließ jedoch trotzdem jedem Instrument genügend Freiraum, sich selbst einmal in den Vordergrund zu stellen, um sich dann wieder musikalisch zu vereinigen.
Voller Lebensfreude boten Pawel Zuzanski (Violine), Mateusz Kwiatkowski (Cello) und Artur Pacewicz (Klavier) ihre Kostbarkeiten dar. Die Mimik und Gestik, mit der die Musiker die einzelnen Sätze interpretierten, war beeindruckend. Immer in Bewegung, schwungvoll oder aber mit fast spürbarer Zurückhaltung entlockten sie ihren Instrumenten die Trios von Joseph Haydn, Ludwig van Beethoven und Antonín Dvořák. Der zweite Satz von Haydns Trio e-moll wurde sehr gefühlvoll, sehr mystisch betont gespielt, der letzte Satz war gekennzeichnet durch eine fast kindliche Beschwingtheit, die von Zuzanski, Kwiatkowski und Pacewicz in die Zuhörerschaft getragen wurde. Äußerst sympathisch präsentierte sich das Trio durch die Art des Zusammenspiels, und die Nähe zu den Konzertbesuchern schaffte eine intime Atmosphäre, in der die Zuhörer mit angehaltenem Atem lauschten. Die Interpretation am Klavier durch Artur Pacewicz mit seinem perlenden Anschlag verlieh der Musik etwas Leichtes in den Allegros, in den langsamen Sätzen wurde viel Stille und Intimität erzeugt.
Melanie Peter; Neue Westfälische, 28.11.2011
Andrzej Panufnik Trio im Tripelkonzert
Mit außergewöhnlichen Werken, zu denen Beethovens Konzert für Klavier, Violine, Cello und Orchester C-Dur op. 56 ("Tripelkonzert") mit dem Panufnik-Trio als Solisten gehörte, machte die Thüringen Philharmonie Gotha-Suhl ihrem klangvollen Namen alle Ehre (...)
Sehr einfühlsam konzertierte das Orchester unter Hermann Breuers meisterhaft gestaltender Hand mit dem jungen Trio - bestehend aus Pawel Zuzanski (Violine), Artur Pacewicz (Klavier) und Mateusz Kwiatkowski (Violoncello) - das Beethovens "Tripelkonzert" zum anregenden Konzertgenuss erhob. Zwischen Concerto grosso, Sinfonia concertante und Solokonzert balancierten die Preisträger der Märkischen Kulturkonferenz (MKK) 2007 hoch virtuos auf schmalem Grat. Beethoven blieben die Studenten der Hochschule für Musik und Theater Hannover auch bei ihrer Zugabe (Trio V op. 70 Nr. 1 D-Dur) treu (…)
Prächtig setzte sich das Panufnik-Trio im "Tripelkonzert", bei dem Beethoven die drei Soloinstrumente - zuvorderst Geige und Cello - mit hoch virtuosen, anspruchsvollen Soloaufgaben bedachte, in Szene. In drei Sätzen huldigten die MKK-Preisträger jugendlich frischem, harmonischen Miteinander.
Monika Salzmann; Westfälische Rundschau, 8.04.08.
Wiener Klassik pur begeisterte Zuhörer
Im Klaviertrio D-Dur, Op. 70 Nr. 1 von Ludwig van Beethoven - „Geister-Trio“ wurde Mittelsatz - „Largo assai ed espressivo“ in d-Moll zum interpretatorischen Höhepunkt des Werkes. Über dem magischen Dunkel fortwährender Tremoli im Klavier führen die beiden Streicher einen nachdenklichen Dialog. Dieser Satz wurde mit seiner feinen dynamischen Ausgewogenheit und seiner Ausdrucksintensität zu einer kleinen Offenbarung (…)
Aus dem energischen Zugriff aller drei Instrumente in den beiden Ecksätzen entwickelt sich ein spannungsvolles Spiel mit zahlreichen dynamischen und spielerisch brillanten Höhepunkten (…)
Mit Es-Dur-Trio von F. Schubert setzten die Künstler einen überwältigenden Schlusspunkt (...) Ein solches Pianissimo wird man so bald nicht wieder hören. Was die beiden Streicher boten, war einfach phänomenal. Die Spannweite von diesen leisen Tönen zu dynamischen Entladungen war ungeheuer. Und hier ging den Künstlern das Temperament manchmal durch. Die technische Perfektion war natürlich in allen Punkten gegeben; bei dem Pianisten aber besonders bewundernswert.
Rudolf Potyra; Neue Presse, 13.02.08.
Andrzej-Panufnik-Trio im Göttinger Goethe-Institut
Kraftvoll und präzise beginnt das Panufnik-Trio sein Konzert mit Franz Schuberts Klaviertrio B-Dur. Jedes Instrument macht sich deutlich hörbar ohne die anderen zu überdecken, das in seiner Dynamik ausgeprägte Spiel des Trios lässt ein äußerst lebendig pulsierendes Klangbild entstehen. (…) Die fordernde Ausführung der Dramatik der Komposition führt zu einer hingebungsvollen und beseelten Interpretation. Die Spielfreude, die Eindringlichkeit und Wärme, die sich auch in der Körpersprache der Musiker Bahn bricht, ohne je aufgesetzt zu wirken, ist mitreißend und begeisternd (…)
Im Klavierquartett c-Moll, Op. 60 von Johannes Brahms besonders erstaunlich ist es auch, wie selbst in den dramatisch ausgearbeiteten Höhepunkten des Stücks eine völlige Klarheit erhalten bleibt.
Christoph Jensen; Göttinger Tagesblatt, 8.12.07.